Geistliche, die ihre Wirkungsstätte in Meiningsen hatten [1]

Der erste evangelische Geistliche Meiningsens war Nikolaus Hilbeck, der angeblich (1537) von der Frau des Küsters erstochen wurde. Danach war der erste bedeutendere Pfarrer Tonnis Suerknap.

Zeittafel der urkundlich erwähnten Geistlichen von Meiningsen: [2]

um 1403/09    Johann Pryns
1532 - 1537 Nikolaus Hilbeck, erstochen von der Frau des Küsters
1537 - ... Antonius (Antonnius, Tonnis) Suhrkamp (Suerkamp, Suyrkamp), der evangelisch gewordene frühere Abt des Benediktinerklosters Liesborn
um 1540 Tilmann Gerken von Menzel
bis 1549 Albert Rogge (er nannte sich auch: Albert vom Dale)
1548 - 1555
?
Zeit der Herstellung des katholischen Bekenntnisses [3]
Andreas von Dael
bis 1561 Johann von dem Berge
1561 - 1564 Heinrich Horstmann
um 1590 Hermann Plattäus
um 1620/28 Johann Cnisius (Casinius)
1635 - 1683 Johann Haverland (Haberlandt)
1684 - 1722 Johann Lüling
1722 - 1746 Ernst Heinrich Lüling
1746 - 1759 Johann Christoph Lüling
1759 - 1764 C. R. Mercklinghaus, in der Nähe von Unna im Schnee erfroren aufgefunden
1764 - 1814 Johann Caspar Arnold Marquardt, aus altem Soester Patriziergeschlecht
1815 - 1820 Karl Georg Müller, anschließend Pfarrer an der Reinoldikirche in Dortmund
1820 - 1850 Wilhelm Hermanni
1857 - 1890 Julius Geck
1891 - 1933 Victor Raabe
1933 - 1938 Gustav Clemen, Ostönnen
1938 - 1945 Wilhelm Jansen, Schwefe
1945 - 1956 Wolfgang Rausch
1956 - 1966 Hellmut Zachow
1967 - 1989 Friedhelm Krüger
seit 1991 Frank Stückemann

Quellen und Hinweise

  1. Felling, Wigbert: Die Restaurierung der evangelischen Pfarrkirche St. Matthias zu Meiningsen. [In] Soester Zeitschrift des Vereins für die Geschichte von Soest und der Börde, Heft 95 (1983). S. 65-70. Soester Stadtarchiv S a 1-95. Siehe Literaturverzeichnis.
  2. Vogeler, Eduard: Ältere Geschichten über Meiningsen. Siehe Literaturverzeichnis.

  3. Am 15.5.1548 diktierte in Augsburg Kaiser Karl V. das hiernach benannte "Interim", dessen Ziel die Wiedereingliederung der Protestanten in die katholische Kirche war. Katholiken wie Protestanten wurden nicht konsultiert und widersetzen sich in der Folgezeit diesem Diktat gleichermaßen.
    Am 25.9.1555 gingen mit dem Augsburger Religionsfrieden die Glaubenskriege der Reformationszeit zu Ende. Der seit dem 5.2. tagende Reichstag erklärte einen Reichsfrieden sowohl für Katholiken wie auch für Protestanten (nicht jedoch für Sektierer). Das Religionsrecht lag fortan bei den Reichsständen ("cuio regio eius religio", "wessen Land, dessen Glauben"), nicht jedoch bei den Untertanen oder Individuen (mit der Ausnahme bei den geistlichen Fürstentümern).

Siehe auch

Weitere wichtige Personen in Meiningsen

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